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Gelungene Premiere an der Jagst
„Menschliches Zeichen der Erinnerung“
 
Mit der runden Skulptur in Dörzbach ist eine Form gefunden worden, die Erinnerung an Manfred Rapp buchstäblich in Stein zu meißeln. Mit der Enthüllung wurde gleichzeitig der "Skulpturenhain" eingeweiht.

 
"Wir sind heute hier versammelt, um ein zutiefst menschliches Zeichen der Erinnerung zu setzen." Mit diesen Worten brachte Andreas Lanig auf den Punkt, was als Kernbotschaft hinter dem Auftakt zum Projekt "LebensZeichenStein" am vergangenen Sonntagnachmittag am Jagstufer in Dörzbach festzuhalten blieb.
 
Auf Initiative von Steinbildhauer und Unternehmer Daniel Weirether wurde der dortige "Skulpturenhain" mit der Installation (von) "Der Eine trage des Anderen Last" zu Ehren von Manfred Rapp eingeweiht. Große Besucherzahl und perfekter Sonnenschein waren das i-Tüpfelten dieser würdig-harmonischen Zusammenkunft in idyllischer Umgebung. In seiner Eröffnungsansprache verwies Dörzbachs Bürgermeister Willi Schmitt auf die physische Verortung des Skulpturenhains. Direkt am Kocher-Jagst-Radweg gelegen, in Nachbarschaft zum "Pfad der Stille" und begleitet von einem Spalier aus Kirschbäumen, das ergebe die stimmige Mischung für das nicht nur künstlerische Anliegen.
 
Nachdenken und innehalten
Das Projekt sei darauf angelegt, zum Nachdenken und Innehalten einzuladen und Fragen aufzuwerfen. Eine Wesentliche sei bereits beantwortet: "Ich bin froh, dass der Gemeinderat einstimmig für die Realisierung dieses Projekts gestimmt hat."
 
Nach diesem wie auch den folgenden Wortbeiträgen sorgte Günther Kasseckert für kontemplative Momente am Klavier. Das Instrument wurde im Übrigen bei einem bekannten Online-Auktionshaus ersteigert, um bei Beanspruchungen im Außeneinsatz keine maximale Wertvernichtung betreiben zu müssen. Ideengeber Daniel Weirether fand nachfolgend sehr persönliche Worte zur Erläuterung seines vor zwei Jahren entstandenen Anliegens. Als ehemaliger Schüler von Manfred Rapp am Ganztagsgymnasium Osterburken - dieser betreute seinerzeit die damalige Klasse übrigens erstmals als Klassenlehrer - war eine besondere Form der Verbundenheit entstanden, die bis zum Lebensende anhielt. Gemeinsame Bildungs- und Kunstreisen, insbesondere nach Italien, hätten den Kontakt mit "unserem Lehrer und väterlichen Freund" immer wieder neu belebt.
Nun sei mit der bundesweit einzigartigen Skulptur eine Form gefunden worden, die Erinnerung buchstäblich in Stein zu meiseln.
 
"Jeder der 72 Steine des Bogens, bei denen einer des anderen Last trägt, hat für sich sein einzigartiges Leben - auch als Parallele zu unserem Leben." Verewigt seien Rapps Lebensjahre, sein oben erwähnter Taufspruch und Lebensmotto auf der Innen- und ihm wichtig gewesene Symbole auf der Außenseite. Die Skulptur habe ein Gewicht von 1800 Kilogramm und sei in vier Monaten Handarbeit mit rund 600 Mannstunden geschaffen worden. Nähere Einzelheiten finden sich unter lebenszeichenstein.de. Mit Dank und Präsenten an die vielen Helfer leitete Weirether über zu Andreas Lanig. Der Grafiker und Design-Dozent beleuchtete die Bedeutung von Zeichen eingehender.
 
"Mächtiger als Sprache"
"Wir denken in Bildern und Zeichen, bis hin zur Mystik. Denn diese sind wirkungsmächtiger als Sprache", meinte er. Das Projekt sei jedoch keinesfalls esoterisch angelegt, sondern im Hier und Jetzt verankert. Die Kreisform berge zudem eine jahrtausendealte Symbolik als Zeichen der Stärke in sich. Angefangen vom Sonnenrad, stehe der Bogen hier für den Lebensablauf als Versinnbildlichung von Zeit. Bernhard Six erinnerte sich abschließend an "35 Jahre Freundschaft mit meinem Kollegen Manfred Rapp. Er war ein bescheidener Mensch. Die Skulptur ist ein würdiger künstlerischer Ausdruck der Erinnerung." Mit dieser Botschaft endete der zeremonielle Teil, dem Gespräche folgten.

Von Christian Hagenbuch für die Fränkischen Nachrichten, Dienstag, 07.05.2013
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